Kinder leben heutzutage in einer sehr strukturierten Welt. Viel Zeit im Alltag von Schulkindern ist fremdbestimmt und sie führen in dieser Zeit Tätigkeiten aus, die in einem hohen Maße vorgegeben sind. Das betrifft oft nicht nur die Stunden der formalen Bildung in der Schule, sondern setzt sich durch strukturierte Angebote im Bereich der non-formalen Bildung fort (Angebote der Maison Relais, Kurse, Vereine, usw.). Für Kinder kann dies zu Stress (und dessen Ausdrucksformen) führen. Freie Zeit wird gerne zum selbstbestimmten Spiel genutzt. Jedoch nicht immer finden Kinder in eine Beschäftigung. Langeweile kommt auf. Eltern und ErzieherInnen fragen sich dann oft: Was ist in einem solchen Fall zu machen? Muss ich nun aktiv werden? Schadet einem Kind Langeweile?

Langeweile ist in unserer Gesellschaft nicht nur positiv besetzt. Es ist ungenutzte und somit „unproduktive“ Zeit – etwas das im Gegensatz zum wirtschaftlich geprägten Gesellschaftsbild steht.

In diesem Vortrag soll vor allem die positive Seite der Langeweile in den Blick rücken. Warum ist es wichtig, dass Kinder Langeweile erfahren und somit auch aushalten lernen? Welche Entwicklungschancen im Bereich der emotionalen, sozialen, aber auch kreativen Kompetenzen ergeben sich dadurch für die Kinder?

"Fortbildung validiert von der Kommission für Weiterbildung im Umfang von 1,5 Stunden (gemäß modifiziertem Jugendgesetz)"